Wer Waren aus Drittländern an EU-Endkunden verkauft, kennt die Herausforderung: Für jede Kleinsendung fällt Einfuhrumsatzsteuer an. Der Import One-Stop-Shop (IOSS) vereinfacht diese Abwicklung für Sendungen mit einem Sachwert bis 150 Euro erheblich.
Was ist der IOSS?
Der IOSS ist ein Sonderverfahren für den Fernverkauf von aus Drittländern eingeführten Gegenständen in Sendungen mit einem Sachwert bis 150 Euro. Statt bei der Einfuhr Einfuhrumsatzsteuer zu entrichten, wird die Umsatzsteuer direkt beim Verkauf erhoben und über eine monatliche IOSS-Meldung zentral abgeführt.
Vorteile für Händler und Kunden
- schnellere Zollabwicklung, da die Umsatzsteuer bereits beim Verkauf erhoben wird
- Transparenz für Kunden: keine Nachforderungen bei der Zustellung
- eine zentrale monatliche Meldung statt Einzelabwicklung je Einfuhr
Wichtig im Zusammenspiel mit dem Zoll
Der IOSS betrifft die Umsatzsteuer. Davon zu unterscheiden sind zollrechtliche Entwicklungen: Die 150-Euro-Grenze bleibt für den IOSS maßgeblich, während sich bei den Zollabgaben für Kleinsendungen gesonderte Regelungen ergeben. Beide Themen sollten Händler getrennt, aber gemeinsam betrachten.
Für wen sich der IOSS lohnt
Der IOSS ist besonders für Händler interessant, die regelmäßig geringwertige Waren aus Drittländern an EU-Privatkunden verkaufen. Wir prüfen, ob eine IOSS-Registrierung für Ihr Geschäftsmodell sinnvoll ist, und übernehmen die monatliche Meldung.
Quelle: Bundesministerium für Finanzen (bmf.gv.at), USP.gv.at. Stand: April 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung.

